Landesobmann Steindl - Warnung an Gewerkschaften: „Überforderung von heute ist die Arbeitslosigkeit von morgen“

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Landesobmann Steindl - Warnung an Gewerkschaften: „Überforderung von heute ist die Arbeitslosigkeit von morgen“
Am 23.11.2018 von Wirtschaftsbund Salzburg
Steindl
Landesobmann Präsident KommR Konrad Steindl
„Das ist kein heißer Herbst, sondern ein Herbst der gewerkschaftlichen Maßlosigkeit“, kritisierte WB Landesobmann und WKS-Präsident Konrad Steindl am Dienstag im Wirtschaftsparlament der WKS die Vorgangsweise der Gewerkschaft.

Ein unerfüllbares Lohnplus von 5% zu verlangen, um dann mit Warnstreiks drohen zu können, ist eine rein politische Inszenierung auf dem Rücken der Betriebe. Dazu kommt, dass man sich offenbar an den Betrieben für unliebsame Gesetze wie dem Arbeitszeitpaket schadlos halten und seine sozialpolitische Agenda wie eine 6. Urlaubswoche über die anstehenden KV-Verhandlungen durchdrücken will. „Diese Überfrachtung der KV-Verhandlungen mit politischen Themen schaden der eigentlichen Findung angemessener Lohnsteigerungen und verteuert zusätzlich die Arbeitskosten.“ So konterkarieren die im Lohnabschluss der Metall-Industrie vorgesehenen hundertprozentigen Überstundenzuschläge für die 11. und 12. Arbeitsstunde die vom Gesetzgeber beschlossene Flexibilität in den Arbeitszeiten. Diese Regelung könne kein Maßstab für andere Branchen sein, betonte Steindl. „Sowohl die Höhe des Abschlusses als auch die Begleitmaßnahmen sind für andere Branchen, insbesondere in der Dienstleistung, nicht zu stemmen“, stellte Steindl fest.

Gewerkschaften sollten besser für Abschaffung der kalten Progression eintreten

Findet die Überforderungspolitik der Gewerkschaften bei den Lohnverhandlungen ihre Fortsetzung, werde dies im nächsten Jahr die Abschwächung der Konjunktur stark beschleunigen. „Die Überforderung von heute ist die Arbeitslosigkeit von morgen“, warnte Steindl. Er empfahl den Gewerkschaften, die Sozialpartnerschaft nicht zur jährlichen Kampfzone abzuwerten, sondern zur Sachlichkeit und Angemessenheit zurückzukehren.

„Dazu gehört die Arbeitnehmerinteressen wirklich zu vertreten, indem die Gewerkschaften endlich für eine Abschaffung der kalten Progression eintreten und nicht jede Lohnnebenkostensenkung als Sozialabbau zu verteufeln. Sowohl den Arbeitgebern als auch den Arbeitnehmern geht es darum, dass auf den Gehaltszetteln ‚mehr Netto vom Brutto‘ bleibt.“ Es ist den Betrieben nicht mehr zu zumuten, dass die Gewerkschaften jährlich nur die Lohnkostenbelastung der Arbeitgeber hinauftreiben wollen, nichts aber dagegen unternehmen, dass sich der Staat so viel vom Reallohnzuwachs holt, mahnte Steindl eine gemeinsame Vorgangsweise ein.

WKS-Präsident Steindl forderte im Wirtschaftsparlament weiters die zügige Reform der Rot-Weiß-Rot-Card und eine regionalisierte Mangelberufsliste. Die bevorstehende Steuerreform sei zudem eine enorme Chance, eine spürbare Senkung der Körperschaftssteuer zu erreichen. Ebenso müsse es zu einer deutlichen Senkung der Lohnnebenkosten kommen.

Voranschlag der WKS für 2019 beschlossen

Das Wirtschaftsparlament beschloss am Dienstag einstimmig den Voranschlag der WKS für 2019: Das Budget 2019 sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 45 Mill. € vor und liegt damit um 550.000 € unter dem Voranschlag 2018.

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