Präsident Leitl besucht Salzburger Betriebe

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Präsident Leitl besucht Salzburger Betriebe
Am 13.11.2014 von Wirtschaftsbund Salzburg
Präs. Dr. Leitl in Salzburg
Die Unternehmer freuten sich nicht nur über den Besuch von Dr. Christoph Leitl, sondern auch über das rege Interesse, dass er an den Unternehmern und ihren Bedrüfnissen zeigte. Foto: fotohech;5622
Kürzlich besuchte der Präsident des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Dr. Christoph Leitl, verschiedene Betriebe im Bundesland Salzburg und sprach mit Unternehmer/-innen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, notwendige Wirtschaftsimpulse und den „Absicherungs- und Dokumentationsstaat Österreich“.

Flexibilität und Weiterentwicklung besonders im ländlichen Raum

Die erste Station des „Salzburg-Tages“ führte Präsident Leitl nach St. Veit im Pongau. Der von den Geschwistern Anna und Georg Hettegger geführte Entsorgungsfachbetrieb Hettegger Entsorgungs GmbH präsentierte sich als Paradebeispiel für erfolgreiches Unternehmertum durch Flexibilität und Weiterentwicklung im ländlichen Raum. Der 1946 gegründete und nun bereits in dritter Generation geführte Familienbetrieb entwickelte sich von einem Fuhrwerkbetrieb zu einen modernen Entsorgungsfachbetrieb mit Dienstleistungen, welche weit über die kommunale- und gewerbliche Entsorgung hinausgeht. Heute beschäftigt das renommierte Unternehmen über 60 Angestellte und unterhält 50 Fahrzeuge. Auf die besonderen Herausforderungen angesprochen, betonen beide Geschäftsführer die überbordende Bürokratie sowie die neuen Vergaberichtlinien als nicht zielführend und wirtschaftshemmend. Präsident Leitl unterstreicht diese Erfahrungen und unterstreicht einmal mehr seine Forderung nach „Beraten statt Bestrafen“ sowie einem dringend notwendigen Abbau an Bürokratismus. „In Österreich ist die Belastung der Betriebe durch überbordende Bürokratie erdrückend“, so der Wirtschaftsbundchef.

Wirtschaftstreff bei Baumanagement Harlander in Schwarzach

Über 50 Unternehmer/-innen aus den Gemeinden Schwarzach, St. Veit, Goldegg und St. Johann folgten der Einladung zum Wirtschaftstreff mit Präsident Leitl. Baumeister Martin Harlander stellte als Gastgeber seine neuen Büroräumlichkeiten im Zentrum von Schwarzach zur Verfügung. In seinem Impulsreferat unterstrich Präsident Leitl einmal mehr die ausgezeichnete Innovationskraft heimischer Betriebe sowie die unvergleichliche Qualität unserer dualen Ausbildung. „Salzburg ist ein europäisches Vorzeigemodell - Wir haben so hervorragend ausgebildete Fachkräfte, da beneiden uns alle – weit über die Grenzen Europas hinaus“, beschreibt Leitl den hohen Stellenwert heimischer Betriebe im internationalen Vergleich. Im Anschluss folgte eine angeregte Diskussion, wobei Präsident Leitl vor allem die Gelegenheit nutzte, mit der großen Anzahl neuer Ortsobleute in Kontakt zu treten. Dass Salzburger Betriebe aufgrund Ihrer hohen Kompetenz und Kreativität auch im benachbarten Ausland äußerst erfolgreich sind, zeigt die Harlander Baumanagement GmbH. Das im Jahr 2003 gegründete Unternehmen mit den Kerntätigkeiten: Planung, örtliche Bauaufsicht, Generalunternehmer und Bauträger wuchs aufgrund positiver Geschäftsentwicklungen zu einem Betrieb mit 18 Mitarbeitern und veranlasste Martin Harlander, aufgrund der zunehmenden Expansion, zur Gründung einer Harlander Baumanagement GmbH Deutschland.

Gemeinsam stark – regionale Zusammenschlüsse stärken

Die Stärkung regionaler Interessen spielt im Pongau eine wesentliche Rolle. Josef Gfrerer als Firmenchef der Tischlerei Gfrerer in Goldegg. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit im Betrieb ist Josef Gfrerer auch der Hauptorganisator der erfolgreichen, jährlich stattfindenden, Wirtschaftsmesse Pongau. „Vor allem im ländlichen Raum ist ein regionaler Zusammenschluss für alle Wirtschaftstreibenden enorm wichtig. Das ist auch die große Stärke des Salzburger Wirtschaftsbundes, Vernetzung und Interessenkoppelung bis auf Gemeindeebene“, so der erfolgreiche Bau- und Möbeltischler. Im Zuge der Betriebsbesichtigung nutzte Präsident Leitl auch die Gelegenheit die Mitarbeiter in der Werkstatt zu besuchen und sich mit dem Lehrling des Betriebs zu unterhalten. Das im Jahr 1985 gegründete Familien-Unternehmen spezialisierte sich im Laufe der Zeit auf die Nische des Küchenmarktes sowie auf die Produktion von Möbelunikaten nach Kundenwunsch.

Unternehmen mit Tradition – 233 Jahre Handwerk  

Den Abschluss der Betriebsbesuche fand in Golling bei den Gebrüdern Schattauer statt. Das von den Brüdern Andreas, Paul und Silvester geführte Traditionsunternehmen HSG Schattauer GmbH & Co KG wurde bereits 1781 gegründet und wuchs trotz aller historischen Veränderungen zu einem Betrieb mit über 100 Mitarbeiter/-innen auf. Auch in diesem Unternehmen führte hohe Innovationskraft und ständige Weiterentwicklung zum Erfolg. So spezialisierte sich das Unternehmen auf topmoderne CAD-Planung und Ausführung bei Neubau und Sanierung in drei Kernbereiche: Dachdeckerei-Spenglerei-Glaserei, Heizungs- und Sanitärinstallationen sowie auf Lüftungs- und Klimatechnik. „Wahrlich bewundernswert, wenn eine Familie ein Unternehmen über Jahrhunderte erfolgreich führt und ständig weiterentwickelt“, zeigt sich Präsident Leitl von der Entwicklung des Betriebes beeindruckt. „Dieser wirklich sehr informative und interessante Tag hat einmal mehr gezeigt, dass Salzburg ein wahres Vorzeigemodell für Innovation, Kreativität und Flexibilität ist. Diese Betriebe bilden das Rückgrat der Gesellschaft und schaffen Arbeitsplätze. Daher müssen wir alles daran setzen, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere heimischen Betriebe wieder zu verbessern, damit unternehmerisches Handeln und der Gang in die Selbstständigkeit erleichtert und unterstützt wird“, fasst Präsident Leitl abschließend zusammen.

Fotos zu diesen Veranstaltungen finden Sie in unserer Bildergalerie.

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