Haubner: Wir dürfen Arbeitslosigkeit nicht fördern

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Haubner: Wir dürfen Arbeitslosigkeit nicht fördern
Am 29.07.2015 von Wirtschaftsbund Salzburg
GS Peter Haubner
Im Bild: GS Abg. z. NR Peter Haubner. Foto: Foto Sulzer.
Vorstoß des Finanzministers begrüßenswert - Müssen Anreize schaffen, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen - Orientierung an internationalen Erfolgsmodellen.

Bezugnehmend auf die Aussagen von Finanzminister Hans Jörg Schelling am Wochenende hält Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner fest: "Die Zahl der Arbeitslosen steigt und damit auch unsere Ausgaben für Sozialleistungen, während in Deutschland die Arbeitslosigkeit sinkt. Deutschland ist ein Sozialstaat, warum sollten wir uns nicht an seinem Erfolgsmodell orientieren? Der Vorstoß des Finanzministers zur Reform des Arbeitslosengeldes istdaher zu unterstützen."

IHS und Rechnungshof haben beide in aktuellen Untersuchungen bestätigt, dass unser Sozialsystem vielfach kaum Anreize setzt, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder auszuweiten. Eine wichtige Maßnahme, um dem abzuhelfen, sieht Haubner in der Befristung der Notstandshilfe: "Selbstverständlich muss man Menschen ohne Arbeit vorübergehend unterstützen. Die derzeitige Kombination von Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe und geringfügige Beschäftigung senkt allerdings den Anreiz, wieder voll ins Berufsleben einzusteigen. Eine zeitliche Begrenzung der Notstandshilfe bzw. eine Vereinheitlichung von Notstandshilfe und Mindestsicherung - ähnlich wie in Deutschland - würde eine rasche Wiedereingliederung in das Berufsleben forcieren. So können wir den Beschäftigungsmotor wieder zum Laufen bringen", so Haubner.

Weiters hält der WB-General fest: "Reflexartige Ablehnung und ewiges Jammern helfen nicht. Es müssen nun in allen Bereichen Reformen auf den Weg gebracht werden. Da zählt insbesondere auch der Arbeitsmarkt dazu. Wir müssen Anreize schaffen, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen und wir müssen weg von starren Modellen und hin zu mehr Flexibilität. Denn durch flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten im Arbeitsrecht können die Betriebe den individuellen Bedürfnissen der Arbeitnehmer besser gerecht werden und zeitgleich ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Davon profitieren schlussendlich alle".

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