Bezirksobmann Peter Haubner im APA Interview zur Gewerbeordnung

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Bezirksobmann Peter Haubner im APA Interview zur Gewerbeordnung
Am 08.09.2016 von Wirtschaftsbund Salzburg
GS Peter Haubner
Bezirksobmann, GS Abg z.NR. Peter Haubner.
Gewerbeordnung - Wirtschaftsbund für Modernisierung, kein Kahlschlag!
Generalsekretär Haubner fordert Beibehaltung der Meister!

Wien (APA) - Der Wirtschaftsbund spricht sich zwar für eine

Modernisierung der Gewerbeordnung aus, will aber einen Kahlschlag

verhindern. Gefordert seien etwa ein One-Stop-Shop bei Genehmigungen

oder die bundesweit einheitliche Dauer für Betriebsanlagenverfahren.

Bei den freien Gewerben könnten Beratung und Anmeldung von der

Wirtschaftskammer erledigt werden, erklärte Generalsekretär Peter

Haubner der APA.

 

"Wer Gutes bewahren will, muss einiges verändern, aber das heißt

nicht gleich alles abschaffen. Wir sind für Modernisierung bei der

Gewerbeordnung, wo es wirkliche Probleme gibt", so Haubner. In

diesem Zusammenhang brauche es unbedingt Erleichterungen bei

Betriebsanlageverfahren. So sollte etwa für Genehmigungen eine

Behörde zuständig sein, pochte er auf den Ausbau des One-Stop-Shops.

Derzeit gebe es außerdem bei der Dauer von Betriebsanlageverfahren

enorme Unterschiede von 40 bis 160 Kalendertage. Die Verfahrensdauer

sollte daher bundesweit einheitlich sein.

 

Was die 440 freien Gewerbe betrifft, kann sich der

Wirtschaftsbund vorstellen, dass die Beratung zur Anmeldung sowie

die Anmeldung selbst künftig bei der Wirtschaftskammer stattfinden.

Aktuell führe diese nur die Beratung durch. Eine Zusammenlegung

dieser beiden Tätigkeiten könnte die Unternehmer finanziell

entlasten, meinte Haubner.

 

"Genau anschauen" müsse man sich die reglementierten Gewerbe.

"Österreich ist ein sehr kleines Land und lebt stark von der

Qualität" und die Firmen seien aufgrund der Fachkräfteausbildung in

Österreich, so der Generalsekretär. Er pocht daher auf die

Beibehaltung der Meister und gibt zu bedenken: "Wenn man das alles

ausholzt, wächst nichts mehr."

 

In Deutschland etwa habe die Liberalisierung der Handwerksordnung

zwar zu einem momentanen leichten Anstieg bei den

Gewerbeberechtigungen geführt; die neuen Firmen seien aber nicht so

lange am Markt. Mittlerweile gebe es wieder gegenteilige

Überlegungen und so forderte Haubner: "Wir wollen, dass sich beim

Meister nichts verändert." Die österreichische Bundesregierung hatte

vor dem Sommer angekündigt, die Gewerbeordnung zu durchforsten. Man

sei in "guten Gesprächen", erklärte Haubner.

 

 

(Schluss) jul/gru

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