AK will sozialen Fortschritt nicht anerkennen

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AK will sozialen Fortschritt nicht anerkennen
Am 14.12.2018 von Wirtschaftsbund Salzburg
Landesobmann Präsident KommR Konrad Steindl
Dass Salzburg beim jüngsten WIFO-Fehlzeiten-Report mit den niedrigsten Krankenständen am besten von allen Bundesländern abschneidet, ist rundweg positiv zu sehen, betont die Wirtschaftskammer Salzburg. „Nur die AK redet wieder einmal die Arbeitswelt krank, weil offenbar nicht sein darf, was ist: Salzburger sind weniger krank als früher. Die Situation hat sich wesentlich verbessert“, so WB-Landesobmann Konrad Steindl.

„Leider versteigt sich die AK Salzburg zur krampfhaften Uminterpretation eines eindeutigen sozialen Fortschritts“, kritisiert Steindl. Faktum ist: Die Krankenstände sinken schon seit vielen Jahren und im Westen Österreichs besonders. Hier kommen jetzt viele Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge im Betrieb zu tragen, ebenso wie gemeinsame Bemühungen zum Abbau von Arbeitsunfällen. Immer mehr Unternehmen bemühen sich um ein gutes Arbeitsklima im Betrieb. Dazu kommt, dass immer mehr Mitarbeiter auf ihre Gesundheit achten, wie der Fitnessboom zeigt. Ebenso wirken gesetzliche Vorschriften, die gerade von der AK besonders gefordert worden sind. „Die moderne Arbeitswelt macht nicht immer mehr krank, wie die AK pauschalierend feststellt – das Gegenteil ist richtig. Sonst gäbe es nicht den langfristigen Trend eines Rückgangs an Krankenstandstagen und eine wachsende Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz, wie selbst der Arbeitsklima-Index der AK beweist.“

Konkret ist dem Arbeitsklimaindex zufolge der physische und psychische Stress der Österreicher auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen vor 20 Jahren. Dem entspricht auch der aktuelle Fehlzeitenreport, wonach die Zahl der Arbeitsunfälle 2017 auf einen neuen Tiefstwert gesunken ist: Die Unfallquote hat sich seit 1974 mehr als halbiert, nämlich von 765 Unfällen je 10.000 Versicherte im Jahr 1974 auf 315 Unfälle im Jahr 2017. WKS-Präsident Konrad Steindl. „So schlimm, wie die AK jedes Jahr wiederkehrend tut, kann die Arbeitswelt also nicht sein. Geradezu absurd ist die generealisierende Hochrechnung, dass 50% der Salzburger bei Krankheit arbeiten gehen würden. Das ist unsinniger Sozial-Alarmismus.“

Salzburgs Betriebe halten sich an die gesetzlichen Vorgaben, sowohl bei der Entgeltfortzahlung, die zu Lasten der Betriebe 2018 noch mal verbessert wurde, als auch bei den Krankenständen. „Wer wirklich krank ist, sollte sich auskurieren und nicht in die Arbeit gehen. Leider gibt es auch immer wieder Fälle, wo mit dem Krankenstand Missbrauch getrieben wird. Das verschweigt die AK natürlich. Lieber propagiert sie ein Zerrbild der Arbeitswelt, das selbst ihren eigenen Umfragen widerspricht.“

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