Zurück zur Übersicht
Aus der Reihe "Vorgestellt" - Magdalena Jäger
Heute stellen wir Euch Magdalena Jäger vor. Seit 2012 führt sie mit ihrem Bruder das Autohaus Jäger in St. Koloman. Zudem ist die 35 jährige seit 2017 stellvertretende Bezirksobfrau des Wirtschaftsbund Tennengau.
Am 14.08.2017 von Wirtschaftsbund Salzburg

Seit wann bist Du selbstständig und wie kam es dazu? War es vorgegeben?
Seit 2012 führen mein Bruder und ich gemeinsam unser Familienunternehmen weiter, welches 1983 von unseren Eltern gegründet wurde.
Gemeinsam haben wir uns für diesen Schritt in die Selbständigkeit entschlossen. Wir sind sehr dankbar, dass wir mit unseren langjährigen Mitarbeitern das Lebenswerk unserer Eltern fortführen dürfen. Wir dürfen uns auch glücklich schätzen, dass unsere Eltern uns stets mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Was gefällt Dir an der Selbstständigkeit und was würdest Du gerne ändern?
Die schönen Seiten der Selbständigkeit sind wohl eigenständiges Arbeiten, Neues entwickeln und ausprobieren zu können und das zusammen mit einem Team, das sich wie eine erweiterte Familie anfühlt.
„Ändern“ bzw. „Abgeben“ würde ich oft gerne die wachsenden Anforderungen, die von außen auf ein Unternehmen einwirken.

Bist Du der Meinung, dass unsere Politik im Augenblick die richtigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schafft? Wo siehst Du Handlungsbedarf?
Die Politik ist wohl bemüht, aber Bemühung alleine reicht nicht aus.
Die österreichische Unternehmenslandschaft zeigt einen bunten Branchenmix aus klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Ein-Personen-Unternehmen. Gerne werden wir als das Rückgrat unserer Wirtschaft bezeichnet, gefühlt werden wir jedoch leider nicht immer als solches behandelt oder wertgeschätzt.
Betreiber von KMUs und EPUs stehen mit Herz und großem Engagement hinter ihren Unternehmen, aber genau diese Leidenschaft und dieses Verantwortungsbewusstsein werden gerne dafür benutzt, um immer mehr und mehr fordern zu wollen.
Um wettbewerbsfähig bleiben zu können, ist ein innovatives und kreatives Handeln notwendig. Reglementierung, Bürokratie & Co. nehmen jedoch dermaßen viel Zeit in Anspruch, sodass aus „Handeln“ ein „Bewältigen“ und aus „Agieren“ ein „Reagieren“ wird.
Neben den zeitlichen Herausforderungen, dürfen wir (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) uns auch noch den wachsenden Steuerbelastungen stellen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass hartarbeitenden Menschen abverlangt wird, ein System zu erhalten, welches in dieser Form nicht mehr erhalten werden kann.

Wo trifft man Dich, wenn Du nicht gerade arbeitest, welchen Hobbies gehst Du nach?
Freizeit ist in der Selbständigkeit leider etwas dünn gesät. Zur Ruhe und neuer Kraft finde ich in der Natur und auf den Bergen. Ich lese gerne und verbringe sehr gerne meine Zeit mit meiner Familie sowie meinen Freunden – Spaß und ab und an ausgehen dürfen da natürlich nicht fehlen.

Würdest Du Dich wieder für die Selbstständigkeit entscheiden, wenn ja, warum?
An manchen Tagen überwiegen die Anforderungen, sodass man die Chancen nicht mehr erkennen kann. Dennoch würde ich sagen, dass ich mit dem heutigen Bewusstsein und dem Rückhalt meiner Familie den Schritt nochmals wagen würde. Schlussendlich haben mich auch diese Erfahrungen zu dem Menschen werden lassen, der ich heute bin.

Siehe unter der Website: www.autohaus-jaeger.at

Zurück zur Übersicht
WB INSIDER - Login
Nach oben