Für den Wirtschaftsbund ist ein SPÖ/AK-Lotteriespiel keine Lösung zur effektiven Steuerbetrugsbekämpfung

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Für den Wirtschaftsbund ist ein SPÖ/AK-Lotteriespiel keine Lösung zur effektiven Steuerbetrugsbekämpfung
Am 13.02.2015 von Wirtschaftsbund Salzburg
Präs. KommR Konrad Steindl
Im Bild: WB-Landesobmann KommR Konrad Steindl hält das SPÖ-Glücksspiel für absurd. Foto: Fotostudio Kirchberger.
Der Wirtschaftsbund Salzburg lehnt die von SPÖ und AK vorgeschlagene
Registrierkassenpflicht ab, da diese zu teuer und in der Praxis oft nicht anwendbar ist.

„Wir sind natürlich an einer effektiven und wirkungsorientierten Bekämpfung von Steuerbetrug interessiert, weil dadurch die Wirtschaft massiv geschädigt wird und es zu einer Wettbewerbsverzerrung führt. Diese Betrugsbekämpfung muss aber wirkungsvoll, effektiv und praktikabel sein und darf nicht alle Unternehmen unter Generalverdacht stellen“, so WB-Landesobmann Konrad Steindl zu den vorgestellten SPÖ/AK Plänen einer Beleg-Lotterie.

Enorme finanzielle Belastung für kleine Betriebe

Eine vorgeschlagene Registrierkassenpflicht und die damit verbundene Anschaffung neuer Kassensysteme und Software würde die Unternehmen 300 Mio. Euro kosten und wäre vor allem für Kleinbetriebe im Handel, der Gastronomie und im Gewerbe eine enorme finanzielle Belastung. „Vor allem für Betriebe mit hoher Kundenfrequenz sei dies in der Praxis nicht umsetzbar. Die bestehende Barbewegungsverordnung, wonach Umsätze einzeln und in ihrer Entstehung und Abwicklung nachvollziehbar aufgezeichnet werden müssen, reicht aus. Betriebe werden ohnedies vom Finanzamt genauestens überprüft und müssen ihre Rechnungsbücher offenlegen“, so Steindl weiter.   

SPÖ/AK–Lotteriespiel gleicht einemFaschingsscherz  

Sich dem verstärkten Kampf gegen Steuerbetrug zu widmen, ist zu begrüßen und findet unsere breite Unterstützung. Die von der SPÖ vorgeschlagene Beleg-Lotterie ist jedoch kein ernstzunehmender Vorschlag. „Lieber sollte man bei den Ausgaben sparen und nicht Glücksspiele einführen und damit noch mehr Bürokratieaufwand und Pflichten festlegen. Die Finanzbeamten sind bestens geeignet um finanzielle Sachverhalte zu prüfen und sind sicherlich nicht dazu da, um als „Glücksengerl“ zu fungieren. Solche „Faschingsscherz-Lösungen“ dienen niemanden und trüben das Bild ernsthafter Wirtschaftspolitik“, so Steindl abschließend.   

 

Abdruck honorarfrei.                                        

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