Wahlkampf "made in USA"

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Wahlkampf "made in USA"
Am 23.06.2016 von Helene Weiss
FiW 23.06.2016
Bildunterschrift v.l.n.r.: Franz Riedl (WB-Direktor), Brigitte Perl (FiW- und mc Salzburg-Geschäftsführerin), Prof. Reinhard Heinisch, Ph.D. (Universität Salzburg), Helene Weiss (Wirtschaftsbund Salzburg), Mag. (FH) Christian Pucher (Wirtschaftsbund Salzburg)
Prof. Reinhard Heinisch von der Universität Salzburg erläuterte vor zahlreichen UnternehmerInnen aus der heimischen Wirtschaft die Komplexität des amerikanischen Wahlmodus und analysierte den Wahlkampf der beidem SpitzenkandidatInnen Hillary Clinton und Donald Trump.

Mit einer hochspannenden Veranstaltung über den amerikanischen Wahlkampf und seine PräsidentschaftskandidatInnen verabschiedeten sich der „Club Frau in der Wirtschaft“ und der management club Salzburg gemeinsam in die Sommerpause. Prof. Reinhard Heinisch von der Universität Salzburg erläuterte vor zahlreichen UnternehmerInnen aus der heimischen Wirtschaft die Komplexität des amerikanischen Wahlmodus und analysierte den Wahlkampf der beidem SpitzenkandidatInnen Hillary Clinton und Donald Trump.

Wahlkampf „made in USA“

Anders als in Österreich haben die Kadidatinnen zunächst keine Unterstützung aus den Parteien. Sie müssen selbstverantwortlich 50 Wahlkampfmaschinerien erzeugen und erhalten, sowie Wahlkampfspenden generieren, um die Vorwahlen für „ihre“ Parteien zu gewinnen. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen ist die genaue Analyse der Wähler für das effiziente Einsetzen der Wahlkampfmittel von elementarer Bedeutung. Der Fokus des Wahlkampfes  liegt daher auf den sogenannten „SWING-STATES“, jenen Staaten die nicht traditionell demokratisch beziehungsweise republikanisch geprägt sind. Denn diese Staaten entscheiden am Ende über Sieg oder Niederlage.

Dysfunktionalität des Systems als Entscheidungsfaktor

Die Unzufriedenheit über den Status-quo des Systems führte somit auch zur umstrittenen und für viele unerwarteten Nominierung des Immobilientycoons Donald Trump, der den eigentlich schon als „fix-gegoltenen“ republikanischen Kandidaten Jeb Bush in den nationalen Vorwahlen weit hinter sich ließ. Den Erfolg und das Phänomen Trump erklärt Heinisch, der jahrelang selbst in den USA lebte und eine Professur an der University of Pittsburgh hatte, mit der ansteigenden Unzufriedenheit der Bevölkerung – insbesondere im Landesinneren.  Der Stillstand im Land, die Systemkrise sowie weitverbreitete Angst vor Überfremdung passen zudem perfekt in die „trumpsche“ Wahlkampfstrategie, so der Politologe abschließen. 

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