Doraja Eberle: “Ich bin wer ich bin“

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Doraja Eberle: “Ich bin wer ich bin“
Am 21.01.2016 von WB admin
Vortrag Doraja Eberle
Bildunterschrift v.l.n.r.: Brigitte Perl („Club Frau in der Wirtschaft“-Geschäftsführerin, Doraja Eberle, VPräs. Andrea Stifter („Club Frau in der Wirtschaft“-Vorsitzende) (Pressefoto: 20.01.2016, Andreas Kolarik)
Unter dem Titel „Ich habe immer etwas vor. Und ich glaube, dass mich das am Leben hält.“ (Carlos Saura) startete mit einem berührenden und hinter die Kulissen blickenden Vortrag der „Club Frau in der Wirtschaft“ das neue Veranstaltungsjahr. Das derzeit wohl meist diskutierte Thema: die „Aufnahme von Flüchtlingen in Österreich“.

Die ehemalige ÖVP-Landesrätin Doraja Eberle erzählte frei den Damen aus der heimischen Wirtschaft von ihrer Tätigkeit und ihren Erfahrungen in den letzten Monaten – zuerst in den Zelten der Alpenstraße – und nun in der ehemaligen ASFINAG-Zentrale, wo sie täglich mit Hunderten von Menschen in Berührung kommt und „mit anpackt“. „Ich bin wer ich bin“, sie ist selbstbewusst aber auch demütig, so die Gründerin der Initiative „Bauern helfen Bauern“. Unermüdlich setzt sie sich ein für die geflohenen Menschen in der ASFINAG, welche aufgrund der Erstversorgung der Menschen auch Intensivstation genannt wird. Das bringt ihr nicht nur Freunde ein.

 

„One by One – Einer nach dem Anderen“

„Momentanes Weltgeschehen in Salzburg“ und eine „Nichtabsehbare globale Krise“, so bezeichnet die ausgebildete Sozialarbeiterin die derzeitigen Geschehnisse. Wir können nicht die ganze Welt retten, das hat sie von Mutter Theresa gelernt, bei welcher sie drei Monate gelebt hat, und die wie Eberle sagt „die knallharteste Managerin“ war – und auch sein musste -  die sie je kennengelernt hat. Der Fokus liegt auf dem Einzelnen, Einem nach dem Anderen wird geholfen. Sie selbst ist sehr dankbar ob der „Gnade der Geburt“ die ihr zu Teil wurde. Als Mutter zweier aus Indien adoptierter Kinder erlebt sie hautnah im Privaten diskriminierende Handlungen der Gesellschaft gegenüber andersaussehenden Menschen in unserem Land.

 

Integration ist keine Einbahnstraße

370.000 Menschen auf der Flucht vor bitterer Armut, Gewalt und Krieg sind in den letzten Monaten in Salzburg angekommen - Hunderte folgen noch immer täglich, und werden ein Stück ihres Weges „begleitet“ und versorgt. „Jene, die bleiben werden wir in unser Leben integrieren (müssen)“ so Eberle. Um hier erfolgreich zu sein ist der Einzelne gefragt. Für Skepsis und Bedenken hat sie durchaus Verständnis. Doch die Achtung und den Respekt vor der Würde eines Menschen aufrechterhalten, dass kann JEDER in der Gesellschaft. 

 

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