Wirtschaftspaket bringt Entlastung für Unternehmer

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Wirtschaftspaket bringt Entlastung für Unternehmer
Am 08.03.2018 von Wirtschaftsbund Salzburg
Es bringt wichtige Maßnahmen, um den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Indem Bürokratie abgebaut, der Fachkräftemangel bekämpft und steuerliche Entlastungen für alle Unternehmen geschaffen werden, wird Österreich im internationalen Wettbewerb attraktiver.

Stärkung der Lehre mit Fokus auf Digitalisierung 
Um den Fachkräftebedarf auch in Zukunft zu sichern, entwickelt die Bundesregierung eine Gesamtstrategie zum Thema Lehre. Derzeit gibt es in Österreich 213 verschiedene Lehrberufe. Zusätzlich werden 13 neue Berufsbilder eingeführt (z.B. Chemieverfahrenstechnik, E-Commerce-Kaufmann/-frau oder Glasverfahrenstechnik). 

Durch die Digitalisierung und Attraktivierung der Lehre setzt die Regierung hier wichtige Maßnahmen, um den Fachkräftebedarf auch in Zukunft zu sichern. Weiters wird das Lehrlingscoaching weiterentwickelt und die Lehre mit Matura sowie die Duale Ausbildung gestärkt. Das soll zum Beispiel durch einfachere Kombinationsmöglichkeiten mit Schulen wie HTL, HAK oder HLWB gelingen. Der Meister wird mit dem akademischen Grad des Bachelors und der Standesbezeichnung Ingenieur gleichgestellt. Dadurch wird der Meister international vergleichbar. 

Steuerliche Entlastung für Unternehmen
Die Bundesregierung bekennt sich zu einer schrittweisen steuerlichen Entlastung aller Unternehmen im Laufe dieser Legislaturperiode. Die Senkung der Einkommens- und Körperschaftssteuer ist eine richtige Maßnahme. In diesem Zuge sollen auch die Lohnnebenkosten und die Abgabenquote gesenkt werden. Eine niedrigere Körperschaftssteuer – insbesondere auf nicht entnommene Gewinne – soll vor allem Neuinvestitionen ankurbeln. 

Abbau von Bürokratie für Unternehmen
Betriebsanlagen müssen genehmigt werden, Ausnahmen gibt es jedoch für kleine und ungefährliche Anlagen. Diese „Genehmigungsfreistellung“ erleichtert das Leben der Unternehmerinnen und Unternehmer. Nun werden im Rahmen der 2. Genehmigungsfreistellungsverordnung weitere Betriebe bürokratisch entlastet. Dazu zählen beispielsweise Beherbergungsbetriebe bis 600 m2 Betriebsfläche und 30 Betten, Rechenzentren, Eissalons, Schneidereien oder Betriebe auf Bahnhöfen und Flughäfen.

Einen Abbau von Bürokratie wird es auch bei den Behörden geben, die „Beraten statt Strafen“ sollen: Erstmalige Fehler und kleinste Verstöße gegen die Gewerbeordnung dürfen nicht gleich zu hohen Geldstrafen führen, auch das Kumulationsprinzip soll entfallen. Betroffen sind beispielsweise das Anlagen-, Arbeits- und Umweltrecht. 

Wirtschaftsstandort als Staatsziel
Der Wirtschaftsstandort Österreich wird als Staatsziel in die Verfassung aufgenommen. So wird das Bekenntnis zu einem wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort als Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung verankert und in seiner Bedeutung gestärkt.

Erarbeitung eines Standortentwicklungsgesetzes
Bestimmte Bauprojekte sind für die Öffentlichkeit besonders wichtig, zum Beispiel der Bau von Stromnetzen und Straßen. Die Bundesregierung kündigt nun ein Gesetz an, mit dem für ausgewählte Projekte ein sogenanntes „vorrangiges öffentliches Interesse“ bestimmt werden kann. Nun können derartige Projekte in ganz Österreich besser koordiniert werden. 

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