Wirtschaftsbund-Forderungen umgesetzt, Rot-Weiß-Rot-Karte weiterentwickelt

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Wirtschaftsbund-Forderungen umgesetzt, Rot-Weiß-Rot-Karte weiterentwickelt
Am 26.10.2016 von Wirtschaftsbund Salzburg
Mit dem beschlossenen Wirtschaftspaket werden wichtige Impulse für die heimischen Klein-und Mittelbetriebe gesetzt. Vor allem die Maßnahmen zur Stärkung der privaten Investitionen sowie der erleichterte Zugang zu Finanzierungskapital für mittelständische Unternehmen sind sehr zu begrüßen.

Das Paket enthält Maßnahmen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Stärkung der privaten Investitionen, Stärkung der kommunalen Investitionen.

Aus WB-Sicht sind insbesondere folgende Punkte (sehr) positiv:

 

  • KMU-Investitionszuwachsprämie: Angelehnt an das „Salzburger Modell“ gilt die Prämie für neu angeschaffte, aktiviertungspflichtige Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens (außer PKW, Grundstücke). Sie ist nach Unternehmensgröße (0 – 49 Mitarbeiter: 15 % von 50 – 450.000 EUR bzw 50 – 249 Mitarbeiter: 10 % von 100.000 – 750.000 EUR) gestaffelt. Insgesamt stehen in den Jahren 2017 und 2018 175 Mio EUR bereit. Die Abwicklung erfolgt durch die aws. In Zeiten schwieriger konjunktureller Entwicklung und vermehrter Digitalisierung/Automatisierung stellt die Investitionszuwachsprämie einen wichtigen Anreiz für KMU dar, ihren Betrieb zu modernisieren, den Standort zu stärken und somit wichtige Arbeitsplätze zu schaffen.

 

  • Mittelstandsfinanzierung: Die Gründung einer Finanzierungsgesellschaft unter dem Dach der Öst. Kontrollbank mit Bankenbeteiligung soll eine erleichterte Kreditvergabe an öst. Unternehmen ermöglichen.

 

  • Erleichterungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligungsstiftungen (MAKB-S): Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen Ende 2016 / Anfang 2017 attraktiviert und praktikabler gestaltet werden.

 

  • Stärkung der F&E Investitionstätigkeit: Die Forschungsprämie (2014/15 ca EUR 500 Mio EUR) soll bei positiver Evaluierung ab 2018 erhöht werden.

 

  • Weiterentwicklung Rot-Weiß-Rot Karte: Anpassungen bei der Kategorie Studienabsolventen (umfasst nun auch Bachelors, Doktorate, PhD’s), Erweiterung der Jobsuchdauer auf 12 Mon, Anpassung Beschäftigungsausmaß bei Bachelor- und Masterstudierenden auf 20 Wochenstunden sowie Ausweitung der Geltungsdauer auf 2 Jahre. Maßnahme auf 2 Jahre befristet.

 

  • Mangelberufsliste (Fachkräfteverordnung) soll im Nov 2016 erlassen werden.

 

 

Weitere Punkte umfassen:

 

  • Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre durch Aufstockung des aktiven Förderbudgets, auf 2 Jahre befristet

 

  • Ausweitung des Fachkräftestipendiums von karenzierten ArbeitnehmerInnen und Beschäftigten, Arbeitsplatznahe Qualifizierung durch das AMS, Ausbau der FacharbeiterInnenintensivausbildung

 

  • Kommunales Investitionsprogramm analog der KMU-Investitionszuwachsprämie: max. Förderhöhe 2 Mio EUR, max 25 % gefördert, konkrete Umsetzung im Finanzausgleich zu vereinbaren

 

  • Kommunalfinanzierung: Entwicklung eines Verfügbarkeitsmodells gemeinsam durch Bund, Ländern, Gemeinden, um private Investitionen zu fördern.
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