"Silberlöwen" am Gardasee

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"Silberlöwen" am Gardasee
Am 12.06.2015 von Wirtschaftsbund Salzburg
Silberlöwen am Gardasee
Im Bild: Die "Silberlöwen" bei ihrer Ankunft am Gardasee. Foto: WB Salzburg.
Die diesjährige Frühlingsfahrt der Silberlöwen des Salzburger Wirtschaftsbundes an die Gefilde des Gardasees wurde in bester Kooperation mit der Firma Vorderegger Reisen organisiert.
Neben dem Kennenlernen von kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten sollte diese Gemeinschaftsfahrt vor allem auch kulinarisch die Regionalität des bereisten Gebietes widerspiegeln. Mit diesen Überlegungen wurde die Planung dieser Reise vorgenommen und so hat man die Zielsetzungen danach ausgerichtet.

Augen und Sinne waren somit durchaus gefordert und der Frühling tat mit seinen vorsommerlichen Temperaturen das seine mit dazu, dass diese Reise eine Fahrt wurde, die mit äußerst schönen Eindrücken in nachhaltiger Erinnerung bleiben wird. Kurz dazu unsere wichtigsten Stationen:

Tag 1 – 20. April 2015

Nach kurzweiliger Fahrt im modernen Doppeldeckerbus der Fa. Vorderegger wurde Mittagshalt in Brixen zur Einkehr im Gasthof Traubenwirt gemacht.  Das ausgezeichnete Essen, die Getränke und die aufmerksame Bedienung hinterließen exzellente Gaumenfreuden und frisch gestärkt ging die Fahrt weiter zum Besuch der Kellerei Mezzocorona mit Schwerpunkt auf Sektherstellung der Marke Rotari in der Nähe von Trient. Dieser Kellereibetrieb gehört einer Kooperative von Winzern der oberitalienischen Provinzen Südtirol und Trento, produziert im Jahr 8 Millionen Flaschen mittels modernster computergesteuerter Herstellungs- und Lagertechnik und ist der größte Betrieb seiner Art in Italien. Im Schnitt lagern hier 13 Millionen Flaschen Sekt. Nach einem geleiteten Rundgang durch die beeindruckenden Produktions- und Kellerräumlichkeiten konnten sich die Besucher bei einer prickelnden Verkostung von der hochstehenden Qualität dieser edlen Kellererzeugnisse selbst überzeugen.  Einige Zeit später erreichte die Reisegruppe das Hotel Milano in Toscolano Maderno. Nach Zimmerbezug und Abendessen fand in der Hotelbar ein gemütlicher Tagesausklang statt und man ließ den ersten Tag Revue passieren.

Tag 2 – 21. April 2015

Was für ein Tag! Frühmorgens  schon lachte die Sonne über den erwachenden, leicht verklärten und nebelverschleierten, See und nach dem Frühstück und einem kleinen Spaziergang durchToscolano, bei dem die Geschichte des Ortes und dieser Seite des Gardasees durch eine Führerin erklärt worden ist, ging es zur Bootsanlegestelle. Hier warteten zwei eigens für die Guppe bestellte Charterboote zur Überfahrt nach Sirmione. Zeitweise mit atemberaubendem Tempo 80 km/h flitzten die beiden Boote über das Wasser, langsam jedoch vorbei an der größten Insel des Gewässers, der „Isola del Garda“ mit dem anmutigen, einem Palast gleichkommenden, Bauwerk „Villa Borghese“. Funde belegen bereits eine Nutzung zur Erholung durch die Römer vor 2.000 Jahren. In Sirmione legten die Boote an und mithilfe von zwei ortskundigen Gästeführerinnen wurden nachfolgend die örtlichen Sehenswürdigkeiten aufgesucht und historische Informationen gegeben. Die kleine Stadt liegt auf einer langgestreckten Halbinsel, die wie eine Nadel in den See hineinragt, hat eine jahrtausendealte Vergangenheit und verdankt nicht zuletzt aufgrund des hier eigenen milden Klimas sowie einer im See entspringenden Thermalquelle seine große touristische Prägung. Der Zugang zur Stadt wurde durch die im 13. Jahrhundert erbaute Scaligerburg abgesichert. Nach einer individuell genützten Freizeit im Ort machte der Bus auf der Rückfahrt zum Hotel noch Zwischenstation bei einer regionaltypischen Olivenölmühle. Nur einige wenige Betriebe dieser Art gibt es am Gardasee zur Produktverwertung der hier wachsenden Olivenbäume. Traditionelle Erntevorgänge der diversen Olivensorten (deren es viele gibt und wobei zwischen Öl- und Essoliven unterschieden wird) stehen im Einklang mit maschinellen Verwertungs- und Presstechniken sowie einer Reifelagerung in zeitgemäßen temperaturgesteuerten Stahltanks. Auf dieser Basis werden hochwertige Olivenöle hergestellt. Bei einer kleinen Informationstour durch die Pflanzungen und den Betrieb waren die anschließend verkosteten Öle köstlicher Anstoß genug, den Bestand des Verkaufsladens sichtlich zur verkleinern. Nach Ankunft im Hotel und folgendem Abendessen fand dieser Tag (26 Grad  warm am Nachmittag) im Barbereich seinen würdigen Abschluss.

Tag 3 – 22. April 2015

… war das gestern ein traumhafter Tag! So erlebnisreich, viele unglaubliche Eindrücke, kulinarische Highlights… das kann doch kaum so faszinierend weitergehen, na dann,  mal sehen. Auf alle Fälle fuhren die Silberlöwinnen und Silberlöwen bereits zu morgendlicher Zeit mit dem Autobus direkt vom Hotel los nach Mantua, einer uralten geschichtsträchtigen Stadt mit rund 50.000 Einwohnern, die bereits von den Etruskern, also einem Volk vor den Römern, gegründet worden war. Hier wurde der hoch geachtete Führer des Tiroler Aufstandes gegen die Franzosen, die die Stadt seinerzeit innehatten, Andreas Hofer, auf Anordnung von Napoleon im Jahre 1810 hingerichtet. Im Gefolge zweier Stadtführerinnen konnten sich alle Personen historisch informieren, Baudenkmäler bewundern und anschließend noch selbst durch die Stadt bummeln bzw. sich im Rahmen einer kleinen Einkehr etwas ausrasten. Am frühen Nachmittag, das Außenthermometer vom Bus zeigte nunmehr 28 Grad an, verlief die Fahrt, wohltemperiert im Bus, nach Valeggio sul Mincio zum Besuch einer Tortellini-Manufaktur. Großartige frische wunderbare Produkte mit hochwertigen Zutaten werden hier von Hand gefertigt und bei einem Betriebsrundgang konnte man sich davon ein Bild machen. Der großzügige Imbiss, die feine Bewirtung mit Sekt und das angenehme Ambiente waren Anreiz für viele, etwas von diesen erlesenen Nudelerzeugnissen einzukaufen. Nach einem Zwischenaufenthalt und einer kleinen Auffrischung im Hotel ging es abends dann zum kulinarischen Höhepunkt dieser Reise, zu einer Einkehr in das Weingut Cá Lojera der Familie Tiraboschi in Rovizza di Sirmione. Die hohe Güte und Qualität der  verschiedenen Speisen bewiesen einmal mehr, wie sehr viele italienische Gebiete mit ihren regionalen Produkten am Esstisch fulminant überzeugen können. Die gereichten Weine, ob weiß, rosé oder rot haben die Tafelfreuden noch zusätzlich bereichert. Gourmets, aber auch Gourmands bzw. die Mischsorte „Gourmetgourmands“ (der Autor dieses Skripts gehört dieser Spezies an) sind an diesem Abend sicherlich auf das Trefflichste bedient worden. Nach der „viel zu frühen“ Rückfahrt ins Hotel ließen sich einige noch ein letztes Mal im Barsalon nieder und pflegten flüssigerweise bei gemütlichem Beisammensein den gemütlichen Ausklang des Tages.

TAG 4 – 23. April 2015

… nichts für ungut,  Zweifel kommen auf, dass wir schon wieder heimfahren sollen. Aber es nützt nichts, es stimmt, wir fahren retour und zwar die gleiche Strecke. Nur legen wir diesmal als planmäßigen Zwischenstopp einen Aufenthalt in der Stadt Trento, auf gut Deutsch Trient, ein. Strahlend schön ist das Wetter und beim in zwei Gruppen aufgeteilten Stadtrundgang erfahren wir, wie sich diese Stadt mit bald 120.000 Einwohnern historisch entwickelt hat, dass hier schon die Kelten vor den Römern eine Siedlung hatten und wir sehen, welche baulichen Kostbarkeiten diese Stadt zieren (Kathedrale San Vigilio, Neptunbrunnen, u.a.).  - Anmerkung: Nicht wenig in Erstaunen gesetzt hat viele, dass eine Dame der zwei Führungen bereits 90 Lenze aufzuweisen hatte und temperamentvollen Schrittes und quirlig in der Ausdrucksweise ihre Tour durchgeführt hat; manch eine/r sagte, da könne man sich noch was abschauen. - Viel zu schnell fahren die meisten Menschen auf der angrenzenden Autobahn vorbei und wissen nicht, welches Kleinod Trient darstellt. Bei einem anschließenden Aufenthalt mit freier Verfügung genossen  viele der Reiseteilnehmer ein letztes Mal bei einer Einkehr regionale Gastlichkeit  bei frühlingshaftem  Flair mit 24 Grad Wärme im Herzen dieser wundervollen Stadt. Wohl wissend, dass sich diese Temperatur nach einigen Kilometern schlagartig abwärts bewegen wird,  musste es dann weiter gehen und  das Thermometer ist gefallen und gefallen und am Zenit der Brennerscheitelstrecke waren  nur mehr 6 Grad „Kälte“ ablesbar. Brrr, es ist grau und gräulich geworden und nachdem uns die heißgeliebte Heimat von Salzburg bei Niederschlag und kühlem Wetter wieder freudig empfangen hat, verbleiben zumindest für die nächste Zeit Erinnerungen an eine Frühlingsreise zum Gardasee der Silberlöwinnen und Silberlöwen des Salzburger Wirtschaftsbundes, die so nicht hätte schöner sein können.

Neben vielen wunderbaren Impressionen, einzigartigen kulturellen und regionalen Aspekten, feinen kulinarischen Erlebnissen war diese Reise vor allem auch geprägt von einem gemütlichen Klima und das gesellige Miteinander, das gemeinsame Zusammensein sowie gegenseitige Verständnis in der Gruppe haben viel dazu mit beigetragen.  Der Frühling ist bei dieser Gemeinschaftsfahrt wahrhaft gekommen.

Fotos zu dieser Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

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