Salzburger Wirtschaft marschiert in Wien auf

Zurück zur Übersicht
Salzburger Wirtschaft marschiert in Wien auf
Am 25.03.2015 von Wirtschaftsbund Salzburg
Protestkundgebung Wien
Im Bild: Das Aufgebot bei der Protestkundgebung in Wien war lautstark und beeindruckend. Foto: WB Salzburg
Am Dienstag, den 17. März 2015 fuhren 150 Wirtschaftstreibende, vorwiegend aus der Sparte Tourismus & Freizeitwirtschaft nach Wien, um eine großangelegte Protestkundgebung gegen das „Belastungspaket“ der Bundesregierung zu unterstützen.

Die Delegation aus Salzburg wurde von den bereits demonstrierenden „Mitstreitern“ unter großem Jubel und Applaus begrüßt, legten doch die Wirtschaftstreibenden aus Salzburg den weitesten Anreiseweg von allen zurück. An der Spitze der Salzburger Delegation stand Landesobmann Konrad Steindl und sprach klare Worte. „Die Zumutbarkeit der Belastung ist längst überschritten. Gerade der Westen Österreichs profitiert enorm vom Tourismus, welcher sich in den letzten Jahren immer als krisensicher und Garant für Arbeitsplätze herausstellte. Eine weitere Belastungswelle ist der Wirtschaft nicht mehr zumutbar“, so Steindl Richtung Ministerrat. WB-Bezirksobmann und Landtagsabgeordneter Hans Scharfetter schlug in dieselbe Kerbe und forderte eine umgehende Abänderung der wirtschaftsfeindlichen Auslegung dieser „Steuerreform“. „Die Distanz von Wien in den Westen Österreichs muss offenbar so groß sein, dass man gar nicht mehr weiß wie es im Tourismus aussieht und mit welchen Rahmenbedingungen die Wirtschaftstreibenden zu kämpfen haben“, so Scharfetter abschließend.  Als Hauptinitiator des Salzburger Widerstands forderte der Spartenobmann für Tourismus & Freizeitwirtschaft Albert Ebner die Bundesregierung auf, endlich ausgabenseitig die Gegenfinanzierung sicherzustellen und nicht den unternehmerischen Mittelstand als Melkkuh der Nation zu missbrauchen. „Wir lassen bestimmt nicht locker und wenn es sein muss kommen wir wieder um zu demonstrieren“, beschreibt Albert Ebner die Entschlossenheit der Salzburger Wirtschaft.  

Der Wirtschaftsbund Salzburg appelliert an die zuständigen Spitzenvertreter den Willen der Organisation politisch zu artikulieren und fordert von der Bundesregierung eine Abänderung der „Steuerreform“ in folgenden drei Punkten:

  1. Im Bereich der Grunderwerbssteuer muss ein System entwickelt werden, das Betriebsübergaben auch weiterhin ermöglicht. Die Orientierung der Besteuerung am reinen Verkehrswert, ohne Berücksichtigung von Passiva eines (Betriebs)-Objekts, verteuert oder verunmöglicht Betriebsübergaben. Diese Problematik muss dringend überdacht werden.
  2. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer von zehn auf 13 Prozent für Nächtigungen bringt einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil für Österreichs Tourismuswirtschaft. Diese Erhöhung belastet einen einzelnen Wirtschaftszweig, der vor allem im Westen Österreichs überproportional stark vertreten ist, über Gebühr. Diese Erhöhung muss im Wege des parlamentarischen Prozesses abgewendet werden.
  3. Auch die Vorschriften für die Abschreibung der Gebäude müssen neu geregelt werden. Eine 40-jährige Abschreibungsdauer, wie sie derzeit im Steuerreform-Paket vorgesehen wird, ist für Tourismusbetriebe mit der Realität nicht in Übereinstimmung zu bringen. Wir fordern daher eine 10-jährige Abschreibungsdauer, welche der Realität entspricht.

 

Fotos zur Protestkundgebung finden Sie in unserer Bildergalerie.

Zurück zur Übersicht
WB INSIDER - Login
Nach oben