Klare Absage zur von Rot-Grün geplanten „Pendlermaut“ in der Stadt Salzburg.

Zurück zur Übersicht
Klare Absage zur von Rot-Grün geplanten „Pendlermaut“ in der Stadt Salzburg.
Am 24.04.2017 von Wirtschaftsbund Salzburg
Die geplante Pendlermaut ist ein weiteres Zeichen dieser völlig gescheiterten Verkehrspolitik von
Rot-Grün in der Stadt Salzburg

Der Wirtschaftsbund Salzburg tritt entschieden gegen die Pläne von Bürgermeister Heinz Schaden und Planungsstadtrat Johann Padutsch zur Einführung einer „Pendlerpauschale“ in der Landeshauptstadt auf. WB-Generalsekretär und zugleich Nationalratsabgeordneter Peter Haubner, Vizebürgermeister Harry Preuner und WB-Bezirksobmann für den Flachgau Gerhard Schöchl fordern eine vorgelagerte Pendlerstromanalyse sowie die Umsetzung eines verkehrspolitischen Stufenplans in Kooperation mit den Gemeinden des Umlands. 

Wirkungsorientierte Verkehrspolitik kann nur in Kooperation mit den Gemeinden funktionieren

„Dieser politische Alleingang von Bürgermeister Schaden und Stadtrat Johann Padutsch ist weder verkehrs- noch wirtschaftspolitisch akzeptabel. Gerade die städtische Verkehrsproblematik muss zwingend gemeinsam mit den Gemeinden gelöst werden und bedarf einer engen Abstimmung mit nachhaltigen Lösungen“, so Nationalratsabgeordneter Peter Haubner. Knapp 80 Millionen Euro zahlen die Unternehmen pro Jahr an Kommunalsteuer und bringen somit den Löwenanteil der städtischen Steuereinnahmen auf. Mit dieser Pendlerpauschale würde man massiv den Standort Salzburg Stadt gefährden und mögliche Betriebsabwanderungen bewusst in Kauf nehmen, kritisiert Haubner diese gewohnt nicht durchdachte Verkehrspolitik der Verantwortlichen. „Dieser Stufenplan müsste aus unserer Sicht den Ausbau der Park & Ride-Parkplätze im Umland sowie in der Stadt selbst und zudem attraktivere ÖV-Verbindungen in die Stadt Salzburg vorsehen“, so Haubner abschließend.   

Pendlerstromanalyse als treffsichere Maßnahme unausweichlich

Um eine faktenbasierende Verkehrspolitik betreiben zu können ist es unumgänglich endlich eine Pendlerstromanalyse durchführen zu lassen. Damit würden valide Daten zur Verfügung stehen und aufzeigen woher die Pendler kommen und wohin diese überhaupt möchten. „Diese Pauschalierung der Parkgebühren löst die städtische Verkehrsproblematik sicher nicht. Wenn Pendler mehrere Hundert Euro an Jahresgebühr für das Parken zahlen müssen, dann fahren diese auch weiterhin mit dem Auto in  die Stadt und nützen den öffentlichen Verkehr mit Sicherheit nicht mehr. Darüber hinaus wird in diesem Zusammenhang gerne vergessen, dass von dieser Maßnahme neben den Einpendlern auch diejenigen Salzburger/-innen betroffen wären, welche im Geltungsbereich einer gebührenpflichtigen Kurzparkzone bzw. in der Fußgängerzone deren Hauptwohnsitze haben“, ist Vizebürgermeister Preuner überzeugt.   

Umlandgemeinde ist Ursprung der Lösung

Eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung in der gesamten Stadt ist natürlich auch für die Gemeinden des Flachgaus äußerst problematisch. Viele Flachgauer/-innen arbeiten in der Stadt und haben oft nur eine eingeschränkte Möglichkeit zur Erreichung ihrer Arbeitsplätze. Daher muss der Beginn der Verkehrslösungen auch in den betroffenen Umlandgemeinden gesucht werden. Die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sowie eine spürbare Attraktivierung (Tarifzonenanpassung für direkt an die Stadt angrenzende Gemeinden) des Gesamtangebotes sind dabei unumgänglich. „Eine einseitige Zwangsmaßnahme in der Stadt ohne Berücksichtigung der Verhältnisse in der Region ist einfach zum Scheitern verurteilt“, so WB-Bezirksobmann Schöchl abschließend.   

Der Weg zum Ziel: von der Pendlerstromanalyse bis zum Stufenplan

Als sofortigen Schritt fordern die Beteiligten deshalb eine Pendlerstromanalyse, mit der die Pendlerströme entlang der in die Stadt führenden Korridore untersucht werden. Auf Basis dieser Daten sollen umgehend die absolut notwendigen und damit auch abgestimmten Verbesserungen in einem Stufenplan in Kooperation mit den Umlandgemeinden umgesetzt werden.

 

Zurück zur Übersicht
WB INSIDER - Login
Nach oben