Haubner: Arbeitszeitflexibilisierung - ohne Freiwilligkeit kein Miteinander

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Haubner: Arbeitszeitflexibilisierung - ohne Freiwilligkeit kein Miteinander
Am 06.07.2018 von Wirtschaftsbund Salzburg
GS Peter Haubner
NAbg. Peter Haubner
Wir erfüllen mit dem Gesetz das, was sich 75 Prozent der Menschen in Österreich wünschen – wir schaffen mehr Flexibilität und Freiheit, stellte heute, Donnerstag, der stv. Klubobmann und Bereichssprecher für Wirtschaft und Industrie der neuen Volkspartei, Peter Haubner, anlässlich der Debatte zur Arbeitszeit im Plenum des Nationalrats fest. "Wir sind der festen Überzeugung, dass wir damit die Arbeitswelt modernisieren und damit mehr Freiheit für jeden Einzelnen schaffen."

Haubner appellierte an die SPÖ, die Menschen nicht weiter zu verunsichern und ein schlechtes Bild der Unternehmer zu zeichnen. "Wir Unternehmer schaffen und sichern die Arbeitsplätze und schauen in unseren Betrieben auf ein gutes Miteinander." Die Unternehmerinnen und Unternehmern seien sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst. Das Miteinander von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sei schließlich die die Basis für den gemeinsamen Erfolg.

Das Thema Arbeitszeitflexibilisierung finde sich zudem bereits in mehreren Regierungsprogrammen; auch die Sozialpartner hätten sich mit dieser Thematik schon auseinandergesetzt, so im vergangenen Jahr. Der ehemalige Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, hatte mit Präsident Foglar sogar eine grundlegende Einigung – das bleibe aber in den Wortmeldungen der SPÖ immer unerwähnt. Foglar scheiterte allerdings an seinen Teilgewerkschaften. "An den Unternehmervertreterinnen ist es nicht gelegen", so Haubner, der Folgendes klarstellte:

- Acht-Stunden-Tag und 40 Stunden-Woche bleiben die Regel
Der Abgeordnete unterstrich, dass die die Normalarbeitszeit von acht Stunden sowie die 40-Stunden-Woche die Regel bleibe. "Wir haben das bestehende System nur flexibler gemacht, damit es auch der modernen Arbeitswelt vor allem in den Klein- und Mittelbetrieben gerecht wird. Dazu gehört eben die Möglichkeit, in Ausnahmefällen länger arbeiten zu können", nannte Haubner Auftragsspitzen oder die Hochsaison als Beispiele. "Es wird weder einen generellen Zwölf-Stunden Tag noch eine generelle 60-Stunden-Woche geben, so wie es bis dato auch keine generellen Zehn-Stunden Tag noch eine generelle 50-Stunden-Woche gibt."

- Freiwilligkeit – wer nicht will, muss nicht – wer will, der kann Die Freiwilligkeit werde bereits jetzt in tausenden Klein- und mittleren Betrieben und vor allem in den Familienbetrieben gelebt. "Wenn es der Arbeitnehmerin bzw. dem Arbeitnehmer nicht möglich ist, eine elfte oder zwölfte Stunde zu arbeiten, dann kann dies ohne Angaben von Gründen abgelehnt werden. Ohne Freiwilligkeit kein Miteinander – alles andere wird für beide Seiten keinen Erfolg bringen."

Wahlfreiheit – bei Überstunden Geld und Freizeit
Wenn eine elfte bzw. zwölfte Stunde anfällt, kann dies entweder in Geld oder Zeitausgleich mit den entsprechenden Zuschlägen abgegolten werden. "Die Entscheidung über die Form der Abgeltung liegt bei der Arbeitnehmerin bzw. dem Arbeitnehmer."

"Wir wollen Österreich moderner machen und mit neuen Chancen in die Zukunft führen", schloss Haubner.


Rückfragehinweis:
   Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
   01/40110/4436
   http://www.oevpklub.at

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