Fachgruppe Hotellerie: Imlauer löst Segl ab

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Fachgruppe Hotellerie: Imlauer löst Segl ab
Am 20.11.2017 von Wirtschaftsbund Salzburg
Imlauer
Im Bild: Der neue Fachgruppenobmann, Hotelier Georg Imlauer. Bildnachweis: WKS/Scheinast
Wechsel an der Spitze der Fachgruppe Hotellerie der WK Salzburg: Der Salzburger Hotelier Georg Imlauer löst den langjährigen Fachgruppenobmann Mag. Georg Segl ab.

Eines der zentralen Themen der Branche ist die Mitarbeiterproblematik. „Hier müssen wir schauen, dass wir auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb die Nase vorne haben. Mit der dualen Berufsausbildung haben wir ein System geschaffen, das weltweit seinesgleichen sucht. Leider wird es trotz aller Initiativen wie Lehre mit Matura oder unseren Kursen an der Tourismus Akademie in Bischofshofen noch zu wenig wertgeschätzt. Ich möchte mich daher dafür einsetzen, die Lehrlingsausbildung im Tourismus noch attraktiver zu gestalten. Daneben will ich Kooperationen starten, um junge Menschen aus anderen EU-Ländern zu motivieren, bei uns zu arbeiten“, skizziert Imlauer seine Vorhaben.  

Auf politischer Ebene müsse man dafür sorgen, dass die Unternehmer von unnötigen Hürden entlastet werden. Dazu zählen die dringende Flexibilisierung bei den Arbeitszeiten, die Senkung der Lohnnebenkosten und der Mehrwertsteuer auf Übernachtungen, endbesteuerte Aushilfskräfte zur Abdeckung der Arbeitsspitzen, die Einführung des Dienstleistungsschecks auch für die Hotellerie, die Verkürzung der AfA (Anm.: Abschreibung für Abnutzung) auf die Lebensdauer und die Wiedereinführung der Energieabgaberückvergütung und des Investitionsfreibetrages. „Diese Forderungen sind keinesfalls übertrieben oder unbotmäßig, sondern in nicht wenigen Parteiprogrammen enthalten. Daher hoffe ich, dass diese Zusagen der Politik eingehalten werden“, betont Imlauer.  

Daneben müsse man sich auch mit den Herausforderungen der Digitalisierung auseinandersetzen. „In der Vermarktung ist die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken. Allerdings stellt sich die Frage, wie viel Digitalisierung und Automatisierung unsere Branche eigentlich braucht bzw. verträgt. Um erfolgreich zu sein, müssen wir zuallererst das Wohl unserer Gäste im Auge behalten. Viele ältere Menschen, die nicht so technikaffin sind, dürfen wir mit der Digitalisierung in unseren Betrieben nicht überfordern“, sagt Imlauer. Last, but not least brauche man eine Alternative zur Konzentration der Buchungsplattformen. „Denn um in Zukunft erfolgreich zu sein, müssen wir für unsere Leistung auch angemessene Preise durchsetzen können“ resümiert der neue Obmann der Salzburger Hotellerie.

Der gebürtige Saalfeldener Imlauer ist Gründer und Eigentümer der Imlauer Hotels & Restaurants, bestehend aus fünf Hotels und Restaurants in Salzburg und Wien. Er beschäftigt 260 Mitarbeiter und bildet 35 Lehrlinge aus. Seine Betriebe verfügen über 900 Gästebetten, 1.000 Restaurantsitzplätze und 1.200 Quadratmeter Seminarfläche.

Quelle: Wirtschaftskammer Salzburg Stabstelle Kommunikation

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