AUVA bleibt erhalten - durch Strukturreformen Lohnnebenkostensenkung um € 100 Mio.

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AUVA bleibt erhalten - durch Strukturreformen Lohnnebenkostensenkung um € 100 Mio.
Am 23.08.2018 von Wirtschaftsbund Salzburg
Steindl
Im Bild: LO KR Präs. Konrad Steindl. Bild: WB Salzburg
Der Landesobmann des Salzburger Wirtschaftsbundes und Präsident der Salzburger Wirtschaftskammer Konrad Steindl ist erleichtert, dass die AUVA als selbstständiger SV-Träger und damit auch die von der AUVA betriebenen Unfallkrankenhäuser und Rehabilitationszentren erhalten bleiben.

Entgegen falscher Behauptungen der Arbeiterkammer Salzburg bleibt der Zuschuss zur Entgeltfortzahlung für Klein- und Mittelbetriebe bis 50 Mitarbeiter erhalten. Sollte die AUVA aber zukünftig nicht mehr für die Auszahlung dieses Zuschusses zuständig sein, so hat der Gesetzgeber darüber zu entscheiden, wer dann anstelle der AUVA die Finanzierung  bzw. Auszahlung dieser Zuschüsse übernehmen wird.

Eine Reform des Sozialversicherungswesens wurde seit Jahrzenten diskutiert - endlich wurde dieses Thema jetzt ernsthaft angegangen und mit der kürzlich vom Vorstand der AUVA beschlossenen Strukturreform der erste konkrete Schritt gesetzt. Jetzt sind auch die übrigen Sozialversicherungsträger gefordert, entsprechende Strukturreformen umzusetzen und damit einen Beitrag zur Kosteneinsparung in der Verwaltung unseres Sozialversicherungssystems zu leisten. Steindl: „Diese Kosteneinsparungen müssen dann auch den Beitragszahlern - das sind die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer - in Form einer angemessenen  Absenkung der Lohnnebenkosten zu Gute kommen“.

In der AUVA wird die Reform nicht nur eine effizientere und sparsamere Verwaltung bringen, sondern durch Entflechtung der Zahlungsströme auch zu mehr Transparenz und Kostenwahrheit führen. „Der AUVA wurden in den letzten Jahren vom Gesetzgeber immer mehr Leistungen aufgebürdet, deren Finanzierung eigentlich nicht zu den Aufgaben der AUVA gehört. Überdies haben die Krankenversicherungsträger der AUVA für die in ihren Unfallkrankenhäusern behandelten Freizeitunfälle über Jahre keine kostendeckende Abgeltung bezahlt“ so Steindl.

Der Unfallversicherungsbeitrag kann jedenfalls reformbedingt ab 1.1.2019 von 1,3 % auf 1,2 % abgesenkt werden, was für die österreichischen Arbeitgeber eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten in der Höhe von € 100 Millionen bedeutet.

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