Aktuelle AK-Studie verunglimpfend und irreführend

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Aktuelle AK-Studie verunglimpfend und irreführend
Am 10.10.2016 von Wirtschaftsbund Salzburg
Ebner Albert
Im Bild: Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Albert Ebner
Mit Verärgerung reagiert der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Albert Ebner, auf die aktuelle Gastronomie-Preiserhebung der AK-Konsumentenschützer: „Die jährlich wiederkehrenden Untersuchungen der AK zum Arbeitsmarkt sowie zur Preisentwicklung in der Tourismuswirtschaft bzw. Gastronomie dienen leider nur einem unverständlichen Zweck: Den Konjunktur- und Beschäftigungsmotor Tourismus schlechtzureden. Die Verunglimpfungen einer Branche helfen niemandem. Wir stehen nicht als Prügelknabe der AK zur Verfügung!“

Für ihn sind die in der Studie angeführten Preisvergleiche bzw. Preiserhöhungen nicht auf die von der AK vorgenommene Weise zu argumentieren: „Es ist ein Unterschied, ob ich meine Würstel beim Großmarkt oder beim Biofleischer einkaufe. Dort zahlt der Gastronom teilweise das Fünffache. Das schlägt sich natürlich auch am Endpreis nieder!“ Ähnlich ist es beim Tee. Auch dort gibt es unterschiedliche Qualitäten und Größen bei den Tassen. „Höchste Qualität, die alle verlangen, hat ihren Preis!“, sagt Ebner.

 

Dass die Preiserhöhungen teilweise über der durchschnittlichen Teuerungsrate liegen, erklärt Ebner damit, dass sich die Belastungen für die Betriebe um ein Vielfaches erhöht haben. „Mehrwertsteuererhöhung, gesteigerte Lohnkosten und eine ausufernde Bürokratie, das alles mussten wir in jüngster Zeit verkraften. Das wirkt sich am Ende natürlich auch auf die Preise aus!“, betont Ebner.

 

Resümierend fordert der Tourismusspartenobmann die AK auf, auch einen Beitrag zur Entlastung der Betriebe und zur Imageverbesserung der Branche zu leisten. „Für die unflexiblen Arbeitszeitregelungen und sonstigen Hürden ist großteils unser Sozialpartner verantwortlich. In der Industrie ist es seit Jahren möglich, dass bei Auftragsspitzen flexibel gearbeitet wird. Bei uns geht das trotz guter Konjunkturlage nicht. Das verstehen weder die Unternehmer noch die Beschäftigten, die in der Hochsaison Geld verdienen wollen“, schließt Ebner.

Quelle: Wirtscahftskammer Salzburg, Stabstelle Kommunikation, 6.10.2016.

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