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Aus der Reihe "Vorgestellt" - David Hörl
Am 23.08.2017 von Wirtschaftsbund Salzburg
Heute stellen wir Euch David Hörl vor. Der 25-jährige ist Ortsobmann von Uttendorf, und seit 3 Jahren selbstständig.

Seit wann bist Du selbstständig und wie kam es dazu? War es vorgegeben?
Ich bin seit 3 Jahren selbstständig, vorher im Baunebengewerbe und seit Anfang 2017 gemeinsam mit meiner Verlobten mit einer Werbeagentur. Im Baunebengewerbe habe ich versucht den angeschlagenen Familienbetrieb wieder auf Vordermann zu bringen, musste ihn aber nach Zahlungsausfällen Ende letzten Jahres als Insolvenz abwickeln. Ich musste damals nicht in den elterlichen Betrieb einsteigen, habe mich aber Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation dazu entschlossen. Das Ergebnis zeigt letzten Endes, dass gutes Wirtschaften und viel Fleiß noch keine Garantie für Erfolg sind. Ich habe dabei sehr viel gelernt und kann dieses Wissen nun in meinem neuen Unternehmen einsetzen.

Was gefällt Dir an der Selbstständigkeit und was würdest Du gerne ändern?
Mir gefällt an der Selbstständigkeit die Eigenverantwortung und die Möglichkeit etwas zu „Unternehmen“. Ich denke als Unternehmer sollten wir den Status-Quo immer wieder in Frage stellen. Wir haben die Möglichkeit die Dinge zu verändern und nicht nur etwas hinzunehmen wie es eben ist. In der heutigen Zeit in der die Menschen bevormundet werden wollen, dominiert ein gewisses Anspruchsdenken; jeder möchte alles bekommen ohne dafür etwas zu leisten. Doch so funktioniert das meistens nicht. Unternehmertum/Selbstständigkeit ist für mich die einzige Möglichkeit nachhaltige Veränderungen für sich und sein Umfeld zu erwirken.

Bist Du der Meinung, dass unsere Politik im Augenblick die richtigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schafft? Wo siehst Du Handlungsbedarf?
NEIN! Zurzeit auf jeden Fall nicht. Es muss sich das Denken grundlegend verändern, wenn wir in Österreich auch in Zukunft noch als Wirtschaftsstandort interessant sein wollen. Seit Jahren wird z.B. von Bürokratieabbau gesprochen und obwohl gute Ansätze in der Diskussion sind, fehlt ganz klar der Mut Entscheidungen zu treffen. Das gleiche gilt für Unternehmensgründungen; auch dort nehmen die Vorschriften und Auflagen überhand. Jeder spricht von Entlastung, doch keiner macht etwas. Kurz auf den Punkt gebracht: In der österreichischen Regierung fehlt ganz klar Leadership!

Wo trifft man Dich, wenn Du nicht gerade arbeitest, welchen Hobbies gehst Du nach?
Meine Freizeit verbringen ich gerne mit Familie und Freunden, in der Natur oder beim Krafttraining im Fitnessstudio. Fit zu sein ist mir sehr wichtig, auch für den Beruf.

Würdest Du Dich wieder für die Selbstständigkeit entscheiden, wenn ja, warum?
Ich würde mich immer wieder für die Selbstständigkeit entscheiden. Die Freiheit den Großteil des Arbeitslebens nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten; diese Form der Selbstverwirklichung hat man nur als Unternehmer.

Hier geht’s zur Website www.hoerl-media.com

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